Dem Veranstalter zufolge kamen an den drei Tagen vom 15. – 17 Mai 2026 über 10000 Besucher auf das Messegelände in Karlsruhe, um Material für Nähen, Patchwork, Stricken, Häkeln und Sticken zu kaufen und etliche Textilkunstausstellungen zu sehen. Ich konnte einen Eindruck durch die Bilder gewinnen, die Sabine Weninger-Dietrich mitgebracht hat.
Die Modern patCHquilt Gruppe aus der Schweiz zeigte Arbeiten zu den Themen PopArt und Improv. Ich zeige Ihnen Arbeiten zum Thema PopArt.
Die Rhein Modern Quilt Guild (Rhein MQG) ist ein Teil der Modern Quilt Guild, die im Jahre 2009 in Los Angeles gegründet wurde. Die deutsche Gruppe Rhein MQG wurde 2023 gegründet.
Roswitha Schmit zeigte die Ausstellung „Magie der Farben“. Genähte Mandalas sind die große Leidenschaft der Künstlerin. Zu ihrem Quilt Sonnwendfeuer schreibt sie: „Schon der Entwurf für diesen Quilt mit all den kurvigen Teilen forderte mich. Viele, viele Stunden lang applizierte ich eine Flamme nach der anderen …“
Die israelische Quiltkünstlerin Shoshi Rimer sagt von sich auf ihrer Website: „Für mich ist das Quilten eine wunderbare, sich ständig weiterentwickelnde Kunstform, die unendliche kreative Möglichkeiten und Lernchancen bietet. Die Inspiration für meine Quilts stammt aus vielfältigen Quellen. Das kann die Natur sein, ein Ausdruck, eine Farbe, ein Wort, und ich arbeite gerne mit Künstlern anderer Medien zusammen.“
Bella Kaplan stammt ebenfalls aus Israel. Sie verwendet viele verschiedene Materialien, vor allem Baumwollstoffe, die sie in einer breiten Farbpalette färbt. Sie malt mit Textil- und Acrylfarben. Sie quiltet ihre Arbeiten mit der Nähmaschine. Sie sagt von sich: „Ich bin ein Künstlerin, die abstrakte Bilder malt, doch statt eines Pinsels verwende ich Stoff.“
Jutta Höss zeigte eine Ausstellung mit dem Titel Kaleidoskop. Bei der Arbeit rechts haben sie die Steinmänner am Strand von Korsika inspiriert. Mit „Druckplatten“ aus Tetrapack druckte sie auf unterschiedliche Materialien wie Stoff , Papier und Seidenpapier, dann kamen noch Techniken wie Quilten, Kollagieren, Kolorieren und Bildtransfer zum Einsatz.
Ganz traditionelle Quilts zeigte die Gruppe „Quilt en rêve“, ein Verein, der Liebhaber alter englischer, niederländischer und amerikanischer Quilts zusammenbringt. Einige von ihnen quilten bereits seit über 30 Jahren. Sie legen dabei großen Wert auf die Geschichte der Quilts, die Liebe zum Detail, die Auswahl der Stoffe und die Handarbeit. Sie haben ihren eigenen Stil in der Interpretation dieser Werke gefunden. Dieser Quilt wurde von Michèle Beugnon geschaffen.
Die niederländische Gruppe „Friends“ hat 5 Mitglieder: Marjon de Vroed, Ria Braspenning, Karine van der Zon-Mels, Marloes van Rees und Ali van den Bedem.
Die Mitglieder der Gruppe lernten sich während eines zweijährigen Schulungskurses kennen, dessen Ziel es war, die persönliche Entwicklung im zeitgenössischen Textildesign zu fördern.
Später trafen sich die Freundinnen immer wieder, um technisches und gestalterisches Wissen auszutauschen und zu vertiefen. Inspiration für die Werke, die bei dieser Ausstellung gezeigt wurden, war die Erforschung von Farbe, Material und Textur.
Die Internationale Gruppe „Voyage Art Textiles“ umfasst Textilkünstlerinnen aus aller Welt, die ihre Kunst durch individuelle Ansätze im Bereich Textilien zum Ausdruck bringen.
Die Gruppe arbeitet an einem gemeinsamen, oft abstrakten Thema und einer festgelegten Größe; das Thema dieser Ausstellung lautete „Auf dem Weg zur Abstraktion”.
Die Mitglieder der Gruppe sind: Pat Archibald (Schottland), Uta Lenk (Deutschland), Jean Marshall (Großbritannien), Ildiko Polyak (Ungarn), Paula Rafferty (Irland), Shoshi Rimer (Israel), Morven Roche (Schottland) und Gillian Travis (Großbritannien).
Irina Malyukova aus Finnland arbeitet seit 2014 als autodidaktische Quilterin. Ihr Ziel ist es, die Freude und Kreativität dieses Handwerks zu vermitteln und möglichst viele Menschen dazu einzuladen, seine vielfältigen Möglichkeiten kennenzulernen.
Zu ihrem Werk „Primal Fear“ sagte sie: „Grönland verliert derzeit jedes Jahr Hunderte von Milliarden Tonnen Eis an den Ozean. Auch wenn Eisbären das Ausmaß dieser Katastrophe vielleicht nicht begreifen können, empfinden sie doch nichts als Urangst …“
Die italienische Künstlerin Galla kenne ich seit vielen Jahren und habe sie 2024 interviewt. Das Interview finden sie hier. Das Thema ihrer Ausstellung bei der Nadelwelt 2026 war „Weibliche Präsenz“. Die weibliche Figur ist das zentrale Thema ihres Werks. Die Frau erscheint darin zugleich real und als Mythos. als Muse und Göttin. Hier auf den ersten Blick zu erkennen: Nofretete.
Jette Clover aus Belgien und Gabi Mett aus Deutschland haben die Duo-Ausstellung „Size Matters“ zusammengestellt. Sie haben nicht mit einem Thema gearbeitet. Ihre Herausforderung war die GRÖSSE, von 8 x 8 cm bis 3 Meter und alle verschiedenen Größen dazwischen – Hoch- und Querformat, Quadrate, Rechtecke, Schriftrollen und Diptychen.

