Rebecca Campeau ist, wie sie es selber formuliert, eine Pionierin der zeitgenössischen Textilkunst. Ich habe sie unter anderem gefragt, wo sie aufgewachsen ist und und wo sie heute lebt. Ich wollte wissen, wie sie ihre Skulpturen erschafft und was sie inspiriert. Daneben fragte sich sie aber auch, ob sie von ihrer Kunst leben kann.
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Seit 1975 gehöre ich zu den Pionieren der zeitgenössischen Textilkunst.
Meine Eltern, beide Künstler, sind viel gereist.
Ich bin eine in Lissabon geborene Französin brasilianischer Herkunft, habe aber immer in Paris gelebt und gearbeitet.
In meine bemalten Flachrelief-Skulpturen, die aus recycelten Materialien entstehen,
integriere ich Objekte – ob wertvoll oder nicht –, die jedoch eine Existenz und eine Erinnerung hatten und Teil der Geschichte Frankreichs sind.
Ich habe ein märchenhaftes Universum geschaffen, bevölkert von einzigartigen, grotesken und burlesken Wesen.
Meine Inspirationsquellen sind vielfältig: die Göttliche Komödie von Dante Alighieri, die Filme von Federico Fellini, die Werke von Louis Léopold Boilly, die fantastischen Gärten des Paradieses von Bosch und andere.
Ich hauche den verschiedenen Gegenständen und Materialien neues Leben ein. Ich lasse sie wiederauferstehen und in anderen Geschichten neu leben.
Ich habe schon immer von meinen Textilskulpturen gelebt.
Meine Skulpturen und Gemälde sind Teil der Sammlungen der Nationalmuseen in Frankreich und im Ausland. Sie sind dauerhaft im Musée Cérès Franco à Montolieu, Musée d’Art Brut in Montpellier, im Musée de l’Homme in Paris, im Musée Gustave Flaubert et de la médecine in Rouen, in der Cité du Train in Mulhouse, in mehreren Museen in Belgien, darunter das Musée du Plan Incliné in Ronquière, im Gotthard-Tunnel-Museum in Luzern in der Schweiz usw. zu sehen.
All dies wurde durch bemerkenswerte Begegnungen ermöglicht:
Claude Lévi-Strauss, Franck Horvat, Marcel Meyer und andere. Ich warte ungeduldig auf meine nächste Begegnung.

